Treffen zum Hospiz-Info-Stammtisch

 

Am Mittwoch, dem 7.10.2020 ab 19 Uhr lädt die Hospizgruppe Denzlingen zu einem zwanglosen Treffen ein im Restaurant „Delcanto“ in KuB in der Stuttgarter Str. 30 in Denzlingen.

Wenn Menschen ihre nächsten Angehörigen versorgen, sind sie gerade bei der Pflege schwer kranker oder im Sterben liegender Menschen oft überfordert. Viele Dinge müssen organisiert und übernommen werden, oft kann der Angehörige nicht allein gelassen werden und muss rund um die Uhr versorgt werden. Wie und wo Sie in solchen oder ähnlichen Situationen Hilfe und Unterstützung bekommen, können Sie an diesem Abend mit uns besprechen. Aber auch für weitere Fragen und Themen möchten wir gerne Ansprechpartner für alle sein. Vielleicht haben Sie selbst Interesse, bei uns mitzuwirken? Auch wenn es die Situation jetzt nicht direkt erfordert, ist der Abend eine Gelegenheit, die Arbeit der Hospizgruppe Denzlingen und Umgebung e.V. kennenzulernen.

Im übrigen teilen wir erleichtert mit, dass die Einschränkungen bezüglich der Sterbebegleitung in weiten Teilen wieder aufgehoben wurden.

 

Unter Einhaltung der weiterhin erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln können die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen der Hospizgruppe Denzlingen e.V wieder schwerkranke sterbende und trauernde Menschen im häuslichen Bereich unterstützen. Auch können wir wieder in Alten-und Pflegeheimen unsere Dienste anbieten.

Sterbende begleiten, Trauernde trösten

 

Von Sebastian Krüger

Di, 21. Juli 2020

Denzlingen

 

Maria Himpele wird zur Vorsitzenden der Hospizgruppe Denzlingen und Umgebung gewählt / Künftig will sie verstärkt Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

 

Der als Verein organisierte Hospizgruppe Denzlingen und Umgebung hat eine neue Vorsitzende gewählt: Maria Himpele übernimmt das Amt ihres Vorgängers Gregor Lumpp, der die vergangenen vier Jahre den Vorsitz inne hatte und altersbedingt aufhören wollte. Irmgard Ganter löst als stellvertretende Vorsitzende Lilo Beha ab.


In den vier Jahren unter Lumpp hat sich der Verein professionalisiert, sagte Himpele. Nachdem zuvor Angela Walter den Verein 20 Jahre lang geleitet hatte, habe der mittlerweile 74-Jährige "festgefahrene Strukturen aufgebrochen" und unter anderem einen hauptamtlichen Koordinator eingestellt. "Die Zeiten sind vorbei, in denen ein Vorsitzender sich um alles kümmern kann", so Himpele. Lumpps Amtszeit sei aber auch in eine Zeit gefallen, in der die politischen Rahmenbedingungen der Palliativbetreuung grundsätzlich neu gestaltet wurden. So zahlten die Krankenkassen mittlerweile Zuschüsse für jeden Patienten, den der Verein begleitet. "Eine Wahnsinnsverjüngung ist durch den Wechsel im Vorstand jetzt nicht erfolgt", sagt Himpele lachend. "Für berufstätige Menschen mit Familie ist es heutzutage aber auch schwer, einen Verein zu führen", gibt die 70-Jährige zu Bedenken.

Himpele beschäftigt sich seit rund 14 Jahren mit dem Thema Sterbebegleitung. Damals habe der bevorstehende Tod ihres Vaters sie sehr berührt. "Ich habe ihn die letzten drei Wochen seines Lebens intensiv begleitet, oft auch Nachtwache bei ihm gehalten", sagt sie. Damals war die ehemalige Rektorin der früheren Alemannen-Hauptschule noch im Schuldienst, ihr Vater starb allerdings in den Schulferien. "Als er mich fragte, ob ich nicht arbeiten müsse und ich ihm erklärte, dass Ferien sind und ich jetzt für ihn da bin, habe ich gespürt, wie ihn das entlastet hat." In Erinnerung ist ihr geblieben, wie er an einem seiner letzten Tage gefragt hat, ob er als Vater zu streng gewesen sei. "Interessanterweise hat er meinen Bruder das nie gefragt." Obwohl dessen Antwort im Gegensatz zu der versöhnlichen von Maria Himpele wohl anders ausgefallen wäre. Auch als ihre Schwiegermutter starb, war Himpele an deren Seite.

Künftig will sie mit ihrem Verein häufiger an Schulen herantreten, um das Thema Hospiz dort zu institutionalisieren und sich generell wieder mehr in der Öffentlichkeit zeigen, nachdem während der Corona-Krise viele Aktivitäten eingeschlafen seien.

Obwohl es Sterbebegleitern erlaubt gewesen sei, Senioren- und Pflegeheime aufzusuchen, hätte sich ihr Verein, der auch Heime in Gundelfingen, Glottertal, Vörstetten, Reute und Sexau besuche, sehr zurückgehalten. "Wir haben nur fünf oder sechs Menschen in diesem Jahr begleitet", sagt Himpele. In den Jahren zuvor seien es jährlich zwischen 35 und 40 gewesen.

Auch will sie neue Mitglieder anwerben, geeignet seien dafür die in der Vergangenheit stets gut besuchten Stammtische, die in der Regel viermal jährlich stattfinden. Der 14 Mitglieder zählende Verein habe hier zuletzt fünf neue gewinnen können, von denen sich zwei in der Ausbildung zum Sterbebegleiter befanden.

Zudem liegt Maria Himpele das Thema Trauerbegleitung am Herzen. "Unser Fokus liegt darauf, Sterbende zu begleiten, doch wir wollen auch die trauernden Hinterblieben trösten."

 

          Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Di, 21. Juli 2020

 

Zeitungsartikel in "Von Haus zu Haus"   am Do. 23.Juli 2020

Vergangene Veranstaltungen:

Dienstag, 19.November 2019

 

Vortrag: Palliative Versorgung von Menschen am "Lebensende"

 

Viele Menschen wünschen sich zu Hause zu sterben. Oft gelingt es, oft auch nicht. Mit dem Vortrag des Palliativnetz Freiburg kommt zur Sprache, wie durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter ein Sterben zu Haus möglich sein kann. Themen sind u.a. Schmerzversorgung, mögliche Begleiterscheinungen, ferner welche Hilfen in Anspruch genommen werden können. Für Fragen des Publikums werden die Referenten zur Verfügung stehen.

 

Ort:    Berlinerstr. 18, Sitzungsraum der St. Jakobus-Gemeinde, Denzlingen

Referenten: Fr. Dr. Heeg (Palliativnetz FR), Hr. Sapel (Palliativnetz FR)

Eintritt: frei

Veranstalter: Hospizgruppe Denzlingen u. Umgebung e.V.

Donnerstag, 24.Oktober 2019

 

Der Tod ist vielerorts immer noch ein Tabu-Thema. Auch der Abschied von einem geliebten Menschen ist häufig mit großen Berührungsängsten verbunden, werden die Toten hierzulande doch üblicherweise ohne ihre Angehörigen für die Beerdigung vorbereitet. Der tragikomische Film "Nokan - Die Kunst des Ausklangs" zeigt jedoch einen anderen Weg: In wunderschönen und tieftraurigen Bildern erzählt der japanische Regisseur Yojiro Takita von dem jungen Mann Daigo, der in einem Bestattungsunternehmen anheuert und die Toten in einer extrem ergreifenden, buddhistischen Zeremonie wäscht und für ihre letzte Reise vorbereitet. "Nokan" gewann in seiner Heimat nicht nur zehn Filmpreise, sondern wurde auch mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

Ort:    Saal in der Rocca, Hauptstr. 134, Denzlingen

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt: frei

Veranstalter: Hospizgruppe Denzlingen u. Umgebung e.V.

Donnerstag, 29. November 2018

 

Film über das Leben und den Tod

 

 

Ein langjähriger Korrespondent einer renommierten Zeitschrift war für die Berichterstattung in Asien lange Zeit tätig und prägte lange Jahre dessen Bild.

 

Als nach längerer Krebserkrankung sein Tod naht, lädt der 65-Jährige seinen Sohn zu sich ein, um Abschied zu nehmen. In einem langen Zwiegespräch erzählt der Vater dem Sohn von seinem bewegten Leben zwischen Europa und Asien und von der Auseinandersetzung mit Krankheit und dem Sterben. Es entspinnt sich ein berührender Dialog über das Leben und die Begegnung mit dem Tod, über Abschied, Trauer und Verlust, aber auch über Hoffnung und Wiederkehr.

 

Ort:         Saal in der Rocca

                Haupstr. 134  ,  Denzlingen

Beginn:  19.30 Uhr

Eintritt:  frei

 

Nach dem Film gibt es die Möglichkeit sich über den Film in einem gemeinsamen Gespräch auszutauschen.

 

 


 

Montag, 22. Oktober 2018

"Hospiz-Stammtisch"  

Wenn Menschen ihre nächsten Angehörigen versorgen, sind sie gerade bei der Pflege schwer kranker oder im Sterben liegender Menschen oft überfordert. Viele Dinge müssen organisiert und übernommen werden, oft kann der Angehörige nicht allein gelassen werden und muss rund um die Uhr versorgt werden. Wie und wo Sie in solchen oder ähnlichen Situationen Hilfe und Unterstützung bekommen, können Sie an diesem Abend mit uns besprechen. Aber auch für weiteren Fragen und Themen, möchten wir gerne Ansprechpartner für Sie sein. Vielleicht möchten Sie einfach uns und unsere Arbeit kennenlernen, auch wenn die Situation es jetzt noch nicht erfordert.

Ort:        Landgasthof Vörstetten

               Denzlingerstr. 26

               79272 Vörstetten

Zeit:       ab 19.00 Uhr

Kontakt: Hospizgruppe Denzlingen und Umgebung e.V.

                  Tel.: 07666-3876

 


 

 

 

Film über

das Leben und den Tod

 

Donnerstag, 26. April 2018

 

 

Ein Soziologieprofessor erfährt, dass er höchstens noch zwei Jahre zu leben hat. Die Diagnose, eine schwere Erkrankung des Nervensystems, lässt keine Hoffnung auf Heilung. Statt darüber zu verzweifeln und sich ganz in sich selbst zurückzuziehen, macht er es sich zur Aufgabe, seine letzten Monate so sinnvoll und produktiv wie möglich zu verbringen. Während er den schleichenden Verfall seines Körpers erlebt, sprüht sein Geist vor Ideen. Sein Leben war immer vom Mitgefühl für andere bestimmt, und auch jetzt möchte er andere Menschen an seiner Erfahrung Teil haben lassen: an seiner Lebenserfahrung ebenso wie an der Erfahrung, dem Tod entgegen zu gehen, die ihn viele neue Einsichten über das Leben gewinnen lässt.

 

Ort:              Saal in der Rocca

                  Hauptstr. 134 ; Denzlingen

Beginn:    19.30 Uhr

Eintritt:       frei

 

 

 

 Nach dem Film gibt es die Möglichkeit sich über den Film in einem gemeinsamen Gespräch auszutauschen.